Ersatz-Pfingstlager 2020

Nachdem das Lager an Pfingsten leider ausfallen musste, wurde es zwischen dem 17. bis 20. Oktober nachgeholt.

Am 16. Oktober ging es bereits los. Gemeinsam wurde gepackt. Einen Tag später machten sich die Wölflinge, Jungpfadfinder und Pfadfinder auf den Weg zur Hasenheide.

Nachdem der Platzwart uns begrüßt hatte, bauten wir unsere Zelte auf: 2 Kohten und 3 Weißzelte kamen zum Einsatz. Die Jurte ließen wir im Hänger, weil wir einen festen Unterstand mit Feuerschale zur Verfügung hatten. Den Nudelsalat, den wir geschenkt bekommen hatten, konnten wir dort dann auch gleich essen.

Nach dem Essen wurde dann gleich mal Feuer gemacht und abends gab es dann Hotdogs. Das Essen wurde an diesem Lager von den Stufen selber ausgesucht und auch zubereitet. Die Wölflinge fingen am Samstag an, die Jufis durften sich dann am Sonntag in der Küche austoben. Montag bereiteten die Pfadis das Essen zu und am Dienstag konnten die Wölflinge noch einmal zeigen, was sie können, da sie ja am Samstag nur das Abendessen gemacht hatten.

Nach dem Abendessen wurde dann noch Abblitzen gespielt. Dies war ein Wunsch der Wölflinge. Alle Stufen durften sich also durch den Wald bis zu den Zelten schleichen, solange sie nicht von den Leitern gehört wurden. Wenn doch, dann wurden sie mit einer Taschenlampe angeblitzt und durften von Vorne anfangen. Ein paar Teilnehmer kamen auch durch. Einen Rollenwechsel gab es auch, denn danach haben sich ein paar Leiter durch das Unterholz geschlichen und Wös und Jufis mussten die Ohren spitzen.

Die Nacht war sehr kalt. Zumindest für die meisten Teilnehmer. Morgens ging dann ein kleines Team los um frische Milch vom Bauern zu holen. Leider ging diese Erkundungstour in die falsche Richtung und nach einer Erweiterung der Ortskenntnis war dann auf dem Milchbauernhof niemand mehr. Es gab also die „Notfallmilch“ aus dem Supermarkt.

Der Tag wurde dann, aufgrund wechselhaftem Wetters größtenteils an wettergeschützen Orten verbracht: Mit Feuer machen, Singen und Gesellschaftsspielen. Für das Holz sammeln mussten wir allerdings raus. Pilze wurden auch gesucht. Leider wurde aber nichts eindeutig Genießbares gefunden. Die Fliegenpilze wollten wir dann lieber nicht probieren. Mittags gab es Suppe und abends dann Pfannkuchen.

Am Abend wurde dann ein Wölfling zu einem Jungpfadfinder. Nach dem gemeinsamen „Ihr Wölfe kommt und schließt den Kreis“ haben wir noch einen gemütlichen Lagerfeuer-Singeabend gehabt.

Die zweite Nacht war nicht ganz so kalt. Vielleicht lag das aber auch daran, dass einige aus der vorherigen Nacht gelernt haben und sich etwas wärmer eingepackt haben.

Am nächsten morgen klappte das Milch holen dann auch. Da die Milch ganz frisch war, musste sie dann noch abgekocht werden. Es gab dann also zum Frühstück frische, warme Milch.

Nachdem die letzten Vorbereitungen für das Geländespiel abgeschlossen waren, gab es noch eine kurze Andacht. Zu dem Tagesevangelium vom Sonntag (Mt 22,15-21) haben wir uns zusammen einmal Gedanken gemacht, ob es denn richtig ist, dem Staat Steuern zu zahlen und was denn Gott von uns haben möchte, das wir ihm geben können.

Danach ging es dann zum Geländespiel. Die Leiter verteilten sich, die Kinder liefen los und suchten die einzelnen markierten Punkte auf der Karte auf, um die Leiter zu finden und verschiedene Aufgaben zu lösen. Neben Pfadfinderfertigkeiten wie Knoten und Wegzeichen gab es auch ein Brettspiel und einige Kilometer Weg zurückzulegen.

Nach dem Abendessen (Nudeln a la Pfadis) wurden die anwesenden Pfadfinder dann zu Rovern (dies passierte in kleiner Runde ohne die jüngeren Stufen) und schließlich wurden abends alle 3 Gitarren genutzt und es gab einen Stammesgesangsabend.

Nach dem Frühstück (wieder mit frischer Milch) am letzten Tag wurden die Zelte dann abgebaut und alle genutzten Räume sauber gemacht. Auf der Rückfahrt gab es im Boni-Bus dann nochmal etwas Gesang und eine kleine Zeitreise zu den Anfängen der Pfadfinderbewegung. Kleiner Tipp: Die Bundesleitung hat sich auch die Mühe gemacht, die deutschsprachige Ausgabe des Buches „Scouting for Boys“ teilweise vorzulesen: https://www.scoutingneverstops.de/die-bundesleitung-liest-scouting-for-boys/

Pfingstlager 2019

Am Freitag haben wir uns getroffen. Ich wurde vom Bahnhof abgeholt und an der Kirche haben wir noch die letzten Dinge eingepackt. Dann ging es los. Der Anhänger mit dem Zeltmaterial stand an einer anderen Kirche. Den haben wir dann noch abgeholt und sind schließlich zum Zeltplatz gefahren.

Dort angekommen haben wir alles ausgepackt und die Zelte vorbereitet. Nur das Küchenzelt hat der Vortrupp aufgebaut, aber ihre Schlafzelte sollten die Kinder selber aufbauen. Als die Kinder dann ankamen, wurden die anderen Zelte dann aufgebaut. Jeder erst einmal das Zelt, in dem er oder Sie schlafen sollte. Dabei haben die Leiter natürlich etwas mit geholfen und ihr eigenes Schlafzelt musste ja auch noch aufgebaut werden. Während die letzte Kohte noch aufgerichtet wurde, habe sich alle anderen daran gemacht, unser Essens- und Versammlungszelt, die Großjurte, aufzubauen. Zum Abendbrot stand erst einmal nur das Gerüst mit dem Dach, danach haben wir dann noch die Seitenplanen angeknüpft.

Danach ging es für die meisten auch schon ins Bett. Als dann aber in der Ferne ein Gewitter zu hören war, haben ein paar Jungs Angst bekommen und durften in die Großjurte zum Feuer. Da der Wind sehr stürmisch war, haben die meisten, die noch wach waren, sich dann noch daran gemacht, die Großjurte sturmsicher zu machen. Die Seitenplanen wurden mit zusätzlichen Heringen gesichert und die Spannseile nochmal überprüft. Außerdem haben wir an einem Zelt noch das offene Dach geschlossen. (Kohten und Jurten haben ein Abzugsloch an der Spitze, sodass im Zelt Feuer gemacht werden kann, darüber werden so genannte „Drachen“ gespannt, damit es nicht reinregnet)

Schließlich gingen dann alle, bis auf 2 Leiter ins Bett. Zu zweit saßen wir dann am Feuer, haben hin und wieder mal nach den Kindern geschaut (Es war alles ruhig) und als das Feuer dann herunter gebrannt war, gingen wir auch in den Schlafsack.

Am Samstag konnten sich die Kinder einen Workshop aussuchen, die die Leiter angeboten haben:

  • Flöten basteln
  • AB-Päckchen zusammenstellen (AB steht für Allzeit bereit)
  • Leiter bauen
  • Wanderung durch den angrenzenden Wald
  • Gitarre lernen bzw. spielen

Am Nachmittag haben wir diese Workshops verkürzt und den Kindern mehr Freizeit gegeben. Dabei entwickelten sich auch einige Kontakte mit unseren Platznachbarn, einem VCP-Stamm.

Vor dem Abendessen hatten wir eine kleine Abendrunde und haben angesprochen, wozu eigentlich die Kluft und das Halstuch da sind. Dann haben wir noch die letzten beiden Tage reflektiert und schließlich das gegrillte Abendessen verschlungen.

Am Sonntag haben wir einen Wortgottesdienst (=eine liturgische Gottesdienstfeier ohne Abendmahlsfeier) gefeiert. Dazu stand auf unserem Plan: 10:00 Uhr: Pfingstfeier. Bei dem Friedensgruß konnten wir unsere Nachbarn, ein paar VCP-Pfadfinder, die den Gottesdienst teilweise mitverfolgt hatten, miteinbeziehen. Schließlich haben wir mit „Aufstehn, aufeinander zugehn“ gemeinsam und fröhlich den Gottesdienst beendet.

Am Nachmittag hatten wir einen kleinen Postenlauf. Die Mächen aus der Pfadfinderstufe hatten ein paar Aufgaben vorbereitet, die wir dann absolvieren sollten:

  • Federball, mit zählen der Aufschläge
  • einen Luftballon zwischen Bäuchen transportieren
  • Begriffe pantomimisch darstellen
  • Am Geschmack erkennen, welche Zutaten für eine Soße benutzt wurden.
  • Bei Witzen nicht lachen, mit Wasser im Mund

Als wir dann wieder am Platz waren, habe ich mich einigen VCP-lern angeschlossen, die im Schatten saßen und Gesungen haben. Meine Gitarre und mein Buch habe ich dann dazu geholt und viele Fahrtenlieder zusammen gesungen. „Aufsteht, aufeinander zugehn“ wollten wir auch unbedingt nochmal zusammen singen.

In der Abendrunde gab es dann eine Aufstufung. Mit einem angepassten Text von „nehmt Abschied Brüder“ („Ihr Wölfe kommt und schließt den Kreis“) wurde er von der Wölflingsstufe verabschiedet und mit einem Sprung über das Feuer in die nächstältere Stufe (Jungpfadfinder) aufgenommen. Danach gab es noch eine Singerunde. Als diese nach und nach leiser wurde haben sich einige von uns dazu entschlossen, unseren Nachbarn noch einen Besuch abzustatten. Dort haben wir auch noch einen Schluck Chai (Tee) abbekommen, der allerdings mit zu viel Pfeffer gewürzt worden war. 🙂 – Trotzdem haben wir uns dort noch ein wenig amüsiert. Als es zu regnen anfing, sind viele in ein kleines Holzhäuschen geflüchtet und wir haben unsere Singrunde abgebaut, das Papier vor dem Wasser gerettet und, weil der Regen dann aufhörte, uns nochmal an die offene Feuerstelle gestellt und uns mit den verbliebenden Nachbarn unterhalten 🙂

Das abbauen am Montag hat gut geklappt. Schneller als erwartet waren alles Zelte verstaut und die Reflexion konnte beginnen. Jeder hat etwas gesagt und daraufhin einen Lolli bekommen und unser Lagerkoch hat noch ein paar aufbauende Worte gesagt. Wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen, dass wir unsere Gruppe haben dürfen. Gegenseitiges Verständniss und Rücksichtnahme gehören allerdings dazu. Wir hatten auf diesem Lagerplatz auch statt eines Spühlkastens nur ein Plumpsklo, statt einer Dusche die Seeve und statt eines Wasserhahns eine Pumpe. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Zuhause bessere Verhältnisse haben und diesen den richtigen Wert beimessen.

Zurück an der Kirche und am Pfarrheim mussten erst einmal die Zelte wieder ausgelegt werden. Diese waren vor dem Abbau nochmal ordentlich nass geworden.Kohten und Jurten (die Scharzzelte) trockneten schnell, während wir die weißen Baumwollzelte auch noch im Haus aufhängen mussten, damit nichts schimmelt. Jeder Helfer, der dann bis zum Ende durchgehalten hatte (die meisten Kinder wurden von ihren Eltern bereits abgeholt), bekam schließlich noch ein Eis spendiert. Da lohnte es sich doch, dass man bis zuletzt geblieben ist 😉