Pfingstlager 2026 – Thema: Grenzen, Kontrolle und Freiheit

Pfingsten 2026 führte uns unser gemeinsames Stammeslager der DPSG-Stämme Seevetal, Buchholz, Hannover und Peine auf den Campingplatz „Zur Fähre“ in Fitzen am Elbe-Lübeck-Kanal im Kreis Herzogtum Lauenburg. Unter dem Motto „Grenzen, Kontrolle und Freiheit“ begaben sich 60 Teilnehmende auf eine spannende Reise in die Zeit der deutschen Teilung und setzten sich mit den Mechanismen autoritärer Herrschaftssysteme auseinander.

Bereits bei der Anreise wurde deutlich, dass dieses Lager anders werden würde als gewohnt. Bevor die Teilnehmenden ihre Zelte aufbauten, passierten sie zunächst eine Grenzkontrolle. Gepäckkontrollen, die Ausstellung persönlicher Lagerausweise und verschiedene Formalitäten sorgten für einen ersten Eindruck davon, wie sich staatliche Kontrolle auf den Alltag auswirken kann. Die von unseren Rovern dargestellte Grenzschutzgruppe schuf dabei eine authentische Spielatmosphäre, die alle sofort in das Lagerthema eintauchen ließ. Danach setzten alle mit der Fähre über den Kanal zum Lagergelände über.

Nach dem Aufbau der Zelte und erstem Kennenlernen der verschiedenen Gruppen aus Niedersachsen stand die historische Einführung auf dem Programm. Gemeinsam beschäftigten wir uns mit der deutschen Teilung, dem Kalten Krieg und den Auswirkungen von Grenzen, Überwachung und Kontrolle auf das Leben der Menschen.

Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Teilnehmenden am Sonntag. Nachdem sich im Laufe des Lagers immer mehr Unmut über die strengen Kontrollen der Grenzschutzgruppe entwickelt hatte, beschlossen die Lagerteilnehmenden, rechtliche Schritte einzuleiten. In einer großen Gerichtsverhandlung klagten sie gegen die Rover wegen ihrer aus ihrer Sicht überzogenen Maßnahmen.

Anders als in autoritären Systemen, die wir im Laufe des Lagers kennengelernt hatten, handelte es sich dabei ausdrücklich um eine faire Verhandlung. Beide Seiten konnten ihre Argumente vorbringen, Zeuginnen und Zeugen wurden angehört und unterschiedliche Sichtweisen diskutiert. Die Teilnehmenden erlebten so unmittelbar, welche Bedeutung rechtsstaatliche Verfahren, Anhörung und Kompromissbereitschaft für eine demokratische Gesellschaft haben.

Nach intensiven Verhandlungen einigten sich beide Parteien schließlich auf einen Vergleich: Die Grenzschutzgruppe verzichtete künftig auf die regelmäßigen Kontrollen der Lagerausweise. Stattdessen beschränkte sich ihre Aufgabe darauf, absolvierte Stationen und Programmpunkte in den Lagerpässen zu dokumentieren und abzustempeln. Die Entscheidung wurde von beiden Seiten akzeptiert und sorgte für große Erleichterung im Lager.

Am Nachmittag stellte die große Kalte-Krieg-Quiz-Rallye das Wissen und die Teamfähigkeit der Gruppen auf die Probe. An verschiedenen Stationen mussten Rätsel gelöst, Informationen gesammelt und Aufgaben bewältigt werden. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung sind.

Der Montag führte uns schließlich an historische Lernorte. Bei einer Führung durch das Grenzstreifenmuseum Leisterförde und dem Besuch der Gedenkstätte für Michael Gartenschlager konnten die Teilnehmenden die Geschichte der innerdeutschen Grenze unmittelbar erleben. Viele der zuvor im Spiel behandelten Themen erhielten hier einen konkreten historischen Bezug.

Auf dem Rückweg wartete noch ein Geländespiel zum Thema „Grenze und Spionage“. In kleinen Gruppen mussten Informationen beschafft, Botschaften entschlüsselt und verschiedene Aufgaben gelöst werden. Nur durch gute Zusammenarbeit gelang es den Teams, alle Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Während des gesamten Lagers begleiteten uns Lagerausweise, Essensstempel und verschiedene Aufgabenstellungen rund um das Thema Kontrolle und Freiheit. Gleichzeitig wurde immer wieder deutlich, wie wichtig Zusammenhalt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind. Besonders erfreulich war zu beobachten, dass die Teilnehmenden gemeinschaftliche Lösungen suchten und Verantwortung füreinander übernahmen.

Neben dem Bildungsprogramm blieb natürlich auch genügend Zeit für das, was Pfadfinderlager ausmacht: gemeinsames Kochen, Lagerfeuer, Spiele, neue Freundschaften und viele gute Gespräche. Gerade die Zusammenarbeit der vier Stämme machte das Lager zu einem besonderen Erlebnis und sorgte für zahlreiche neue Kontakte über die eigenen Gruppen hinaus.

Am Ende blickten wir auf vier intensive und abwechslungsreiche Tage zurück. Das Lager hat nicht nur Wissen über die deutsche Geschichte vermittelt, sondern auch gezeigt, wie wertvoll demokratische Verfahren, faire Konfliktlösung, Freiheit und Zusammenhalt sind.

Gut Pfad!

Die Lagerleitung bedankt sich bei allen Teilnehmenden, den engagierten Rovern sowie allen Helferinnen und Helfern, die dieses besondere Pfingstlager möglich gemacht haben.

Kultursommer Seevetal: Jung und Alt entwickeln Zukunftsvisionen

Der Verein Wassermühle Karoxbostel lädt gemeinsam mit dem Gymnasium Meckelfeld, dem Archäologischen Museum Hamburg und dem Pfadfinder-Stamm Thomas Morus am Samstag, 9. Mai, ab 15 Uhr zu der Veranstaltung mit dem Titel „Neue Wege und uralte Spuren” ein.

Der Veranstaltungsort, die Wassermühle Karoxbostel, ist hier zu finden:
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Mehr informationen dazu sind hier zu finden: https://seevetal-aktuell.de/2026/04/30/kultursommer-seevetal-jung-und-alt-entwickeln-zukunftsvisionen/

Ein Funke Mut – Friedenslicht 2025

Ein Funke Mut – das kann der Anfang von etwas Großem sein. In einer Welt, die oft von Unsicherheit und Angst geprägt ist, brauchen wir Menschen, die Mutig vorangehen. Ein Funke Mut bedeutet, für den Frieden einzustehen, auch wenn der Weg dorthin schwer ist. Es heißt, hinzuschauen und zu handeln – mit kleinen Gesten, die großes Bewirken können.

Weiter im Text geht es hier:
Arbeitshilfe-Friedenslicht-„Ein-Funke-Mut-2025

Und das Plakat vom Friedenslicht findet ihr hier:
friedenslicht_plakat_2025_Ein-Funke-Mut