Chillhygge – unsere Sommerfahrt nach Alt Jabel

Vom 1. bis 8. August hieß es für den Stamm Thomas Morus Seevetal: Raus aus dem Alltag und rein ins Chillhygge.

Unser Ziel war die urige Pfarrscheune in Alt Jabel, Kreis Ludwigslust-Parchim. Sie ist gemütlich und hat ihren ganz eigenen Charme, bietet aber gleichzeitig alles, was man für eine Woche Familienlager braucht. So konnten wir es uns dort richtig gutgehen lassen.

Im Mittelpunkt stand diesmal nicht ein vollgepacktes Programm, sondern das gemeinsame Erleben: entspannen, Zeit miteinander verbringen und sich besser kennenlernen. Als Familienlager waren Pfadfinder, Eltern und Geschwister dabei. Jeder konnte sich einbringen – beim Einkaufen, Kochen, Organisieren, Abwaschen oder einfach beim gemütlichen Zusammensitzen.

Natürlich gab es auch ein paar Ausflüge. Wir besuchten die Festung Dömitz und erkundeten die beeindruckende Anlage. Für die sommerliche Abkühlung ging es außerdem ins nahegelegene Waldbad.

Und wenn der Tag langsam zu Ende ging, wurde es besonders gemütlich: Lagerfeuer, Singerunde und Stockbrot gehörten natürlich dazu. Gemeinsam am Feuer sitzen, singen, erzählen und dabei das Stockbrot über der Glut nicht anbrennen lassen – echtes Lagerleben eben.

Ansonsten galt: weniger Programm, mehr Zeit füreinander. Gemeinsam frühstücken, kochen, spielen, quatschen oder einfach mal die Seele baumeln lassen. Genau das war unser „Chillhygge“.

Die Woche verging viel zu schnell. Und am Ende war klar: Ein Familienlager muss nicht immer voller Abenteuer und Programmpunkte sein. Manchmal ist es mindestens genauso schön, einfach gemeinsam unterwegs zu sein und Zeit füreinander zu haben.

Chillhygge eben.

Impressionen vom Haus und Gelände gibt es hier:

Pfarrscheune Alt Jabel

Pfingstlager 2026 – Thema: Grenzen, Kontrolle und Freiheit

Pfingsten 2026 führte uns unser gemeinsames Stammeslager der DPSG-Stämme Seevetal, Buchholz, Hannover und Peine auf den Campingplatz „Zur Fähre“ in Fitzen am Elbe-Lübeck-Kanal im Kreis Herzogtum Lauenburg. Unter dem Motto „Grenzen, Kontrolle und Freiheit“ begaben sich 60 Teilnehmende auf eine spannende Reise in die Zeit der deutschen Teilung und setzten sich mit den Mechanismen autoritärer Herrschaftssysteme auseinander.

Bereits bei der Anreise wurde deutlich, dass dieses Lager anders werden würde als gewohnt. Bevor die Teilnehmenden ihre Zelte aufbauten, passierten sie zunächst eine Grenzkontrolle. Gepäckkontrollen, die Ausstellung persönlicher Lagerausweise und verschiedene Formalitäten sorgten für einen ersten Eindruck davon, wie sich staatliche Kontrolle auf den Alltag auswirken kann. Die von unseren Rovern dargestellte Grenzschutzgruppe schuf dabei eine authentische Spielatmosphäre, die alle sofort in das Lagerthema eintauchen ließ. Danach setzten alle mit der Fähre über den Kanal zum Lagergelände über.

Nach dem Aufbau der Zelte und erstem Kennenlernen der verschiedenen Gruppen aus Niedersachsen stand die historische Einführung auf dem Programm. Gemeinsam beschäftigten wir uns mit der deutschen Teilung, dem Kalten Krieg und den Auswirkungen von Grenzen, Überwachung und Kontrolle auf das Leben der Menschen.

Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Teilnehmenden am Sonntag. Nachdem sich im Laufe des Lagers immer mehr Unmut über die strengen Kontrollen der Grenzschutzgruppe entwickelt hatte, beschlossen die Lagerteilnehmenden, rechtliche Schritte einzuleiten. In einer großen Gerichtsverhandlung klagten sie gegen die Rover wegen ihrer aus ihrer Sicht überzogenen Maßnahmen.

Anders als in autoritären Systemen, die wir im Laufe des Lagers kennengelernt hatten, handelte es sich dabei ausdrücklich um eine faire Verhandlung. Beide Seiten konnten ihre Argumente vorbringen, Zeuginnen und Zeugen wurden angehört und unterschiedliche Sichtweisen diskutiert. Die Teilnehmenden erlebten so unmittelbar, welche Bedeutung rechtsstaatliche Verfahren, Anhörung und Kompromissbereitschaft für eine demokratische Gesellschaft haben.

Nach intensiven Verhandlungen einigten sich beide Parteien schließlich auf einen Vergleich: Die Grenzschutzgruppe verzichtete künftig auf die regelmäßigen Kontrollen der Lagerausweise. Stattdessen beschränkte sich ihre Aufgabe darauf, absolvierte Stationen und Programmpunkte in den Lagerpässen zu dokumentieren und abzustempeln. Die Entscheidung wurde von beiden Seiten akzeptiert und sorgte für große Erleichterung im Lager.

Am Nachmittag stellte die große Kalte-Krieg-Quiz-Rallye das Wissen und die Teamfähigkeit der Gruppen auf die Probe. An verschiedenen Stationen mussten Rätsel gelöst, Informationen gesammelt und Aufgaben bewältigt werden. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung sind.

Der Montag führte uns schließlich an historische Lernorte. Bei einer Führung durch das Grenzstreifenmuseum Leisterförde und dem Besuch der Gedenkstätte für Michael Gartenschlager konnten die Teilnehmenden die Geschichte der innerdeutschen Grenze unmittelbar erleben. Viele der zuvor im Spiel behandelten Themen erhielten hier einen konkreten historischen Bezug.

Auf dem Rückweg wartete noch ein Geländespiel zum Thema „Grenze und Spionage“. In kleinen Gruppen mussten Informationen beschafft, Botschaften entschlüsselt und verschiedene Aufgaben gelöst werden. Nur durch gute Zusammenarbeit gelang es den Teams, alle Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Während des gesamten Lagers begleiteten uns Lagerausweise, Essensstempel und verschiedene Aufgabenstellungen rund um das Thema Kontrolle und Freiheit. Gleichzeitig wurde immer wieder deutlich, wie wichtig Zusammenhalt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind. Besonders erfreulich war zu beobachten, dass die Teilnehmenden gemeinschaftliche Lösungen suchten und Verantwortung füreinander übernahmen.

Neben dem Bildungsprogramm blieb natürlich auch genügend Zeit für das, was Pfadfinderlager ausmacht: gemeinsames Kochen, Lagerfeuer, Spiele, neue Freundschaften und viele gute Gespräche. Gerade die Zusammenarbeit der vier Stämme machte das Lager zu einem besonderen Erlebnis und sorgte für zahlreiche neue Kontakte über die eigenen Gruppen hinaus.

Am Ende blickten wir auf vier intensive und abwechslungsreiche Tage zurück. Das Lager hat nicht nur Wissen über die deutsche Geschichte vermittelt, sondern auch gezeigt, wie wertvoll demokratische Verfahren, faire Konfliktlösung, Freiheit und Zusammenhalt sind.

Gut Pfad!

Die Lagerleitung bedankt sich bei allen Teilnehmenden, den engagierten Rovern sowie allen Helferinnen und Helfern, die dieses besondere Pfingstlager möglich gemacht haben.

Pfingstlager 2024

Ca. 20 km Fußweg, wenig Regen (obwohl viel vorausgesagt war) und unzählige Mücken. Die Stämme Buchholz und Seevetal haben wieder mal ein gemeinsames Pfingstlager veranstaltet und viel Spaß dabei gehabt.

Los ging es für die Seevetaler um 11:30 am Pfarrheim. Nach dem Einräumen des Materials und der Abgabe des Großgepäcks ging es um 12:31 mit dem Bus Richtung Harburg, wo wir auf die Buchholzer Gruppe trafen. Mit der S-Bahn ging es dann zum Jungfernstieg und mit der U-bahn dann schließlich nach Großhansdorf.

Raus aus dem Bahnhof und dann mal schauen, in welche Richtung es denn geht. Ein Jungpfadfinder übernahm mithilfe von Karte und Kompass die Führung und brachte uns ohne Umwege zum Lagerplatz. Dort angekommen mussten natürlich die Zelte aufgebaut werden.

Am nächsten Tag ging es für einige Teilnehmer zum See und einmal haben wir auch British Bulldog gespielt. Am übernächsten Tag haben wir den See umrundet (fast 5 km) und am letzten Abend gab es sehr leckere selbst gemachte Quarkbällchen aus dem Lagerfeuerkochtopf. Als Dipp gab es selbst gemachtes Eis dazu. Davon abgesehen war es ein entspanntes Lager, an dem sich die Kinder und Jugendlichen in der Natur beim Lesen entspannen, viel spielen (Schach, Black Stories, Wehrwölfe, …) und sich beim Hacken und Sägen auspowern konnten.

Am darauffolgenden Tag ging es auch schon wieder die 8 km zurück bis nach Groshansdorf um dann mit Bahn und Bus wieder zum Pfarrheim zu gelangen.